Durchlaufzeit · Liefertreue · Optimierung

Durchlaufzeit reduzieren,
Liefertreue steigern

Lange Durchlaufzeiten und verpasste Liefertermine kosten Geld, Vertrauen und Aufträge. GanttWork macht Engpässe, Wartezeiten und Planungslücken sichtbar — und gibt Ihnen die Werkzeuge, um beides systematisch zu verbessern.

Warum Durchlaufzeit und Liefertreue die wichtigsten Fertigungs-KPIs sind

In der Lohnfertigung entscheiden zwei Kennzahlen über den wirtschaftlichen Erfolg mehr als alle anderen: die Durchlaufzeit (wie schnell ein Auftrag von der Auftragsannahme bis zur Auslieferung durchläuft) und die Liefertermintreue (wie zuverlässig zugesagte Termine eingehalten werden). Beide hängen eng zusammen — wer die Durchlaufzeit im Griff hat, hält auch seine Termine.

Trotzdem werden diese Kennzahlen in vielen Betrieben weder gemessen noch aktiv gesteuert. Die Folge: Aufträge stauen sich vor Engpassmaschinen, Liefertermine werden auf Verdacht zugesagt, und wenn es eng wird, hilft nur noch Wochenendarbeit oder Teillieferung. Dabei lassen sich beide KPIs mit den richtigen Maßnahmen drastisch verbessern — ohne zusätzliche Maschinen und ohne mehr Personal.

Kundenzufriedenheit

Pünktliche Lieferung ist der stärkste Vertrauensfaktor in der B2B-Fertigung. Kunden, die sich auf Ihre Termine verlassen können, bestellen wieder — und empfehlen weiter. Jeder verpasste Termin hingegen schwächt die Geschäftsbeziehung und öffnet die Tür für Mitbewerber.

Wettbewerbsvorteil

Kurze Durchlaufzeiten ermöglichen schnellere Angebote und kürzere Lieferzeiten. Wer zwei Wochen statt vier Wochen liefern kann, gewinnt den Auftrag — oft sogar bei höherem Stückpreis. Geschwindigkeit ist in der Einzelteilfertigung ein Differenzierungsmerkmal, das sich direkt in Umsatz übersetzt.

Weniger Konventionalstrafen

In der Automobilzulieferung und Luftfahrt sind Vertragsstrafen bei verspäteter Lieferung üblich. Selbst ohne formale Penalitäten entstehen bei Terminverzügen Kosten: Sondertransporte, Expressaufschläge bei Nachunternehmern und Produktivitätsverluste durch ständiges Umpriorisieren.

Bessere Kalkulation

Wer die tatsächliche Durchlaufzeit seiner Aufträge kennt, kann realistischer kalkulieren. Statt pauschal vier Wochen Lieferzeit anzugeben, wissen Sie auf Basis echter Daten, dass ein bestimmter Auftragstyp 8,5 Arbeitstage benötigt. Genauere Kalkulation bedeutet genauere Preise — und höhere Margen.

Die 5 häufigsten Ursachen für lange Durchlaufzeiten

In den meisten Fertigungsbetrieben ist nicht die reine Bearbeitungszeit das Problem. Ein typischer Auftrag verbringt oft weniger als 20 % seiner Durchlaufzeit auf der Maschine — den Rest wartet er. Auf Material, auf eine freie Maschine, auf eine Entscheidung, auf den Transport zum nächsten Arbeitsgang. Wer die Durchlaufzeit verkürzen will, muss diese Wartezeiten sichtbar machen und eliminieren.

1

Wartezeiten zwischen Arbeitsgängen

Der Fräsvorgang ist abgeschlossen, aber die Drehmaschine ist noch belegt. Das Werkstück liegt stunden- oder tagelang auf dem Zwischenlager, ohne dass jemand aktiv eingreift. Diese „Liegezeiten“ machen in vielen Betrieben über 60 % der gesamten Durchlaufzeit aus. Ohne Visualisierung der Arbeitsgangkette bleiben sie unsichtbar — und damit unbehandelt.

2

Unnötige Rüstzeiten

Jedes Rüsten kostet Zeit, in der die Maschine nicht produktiv arbeitet. Wenn zwischen zwei identischen Fräsaufträgen ein völlig anderes Werkstück eingeplant wird, entstehen zwei vollständige Rüstvorgänge, die sich durch geschickte Reihenfolgeplanung hätten vermeiden lassen. Ohne Überblick über die Auftragsreihenfolge ist eine rüstoptimale Planung kaum möglich.

3

Engpässe an Schlüsselmaschinen

In fast jedem Betrieb gibt es eine Maschine, die zum Nadelöhr wird — etwa die einzige 5-Achs-Fräse oder die Messmaschine in der Qualitätssicherung. Wenn diese Maschine auf drei Wochen ausgelastet ist, staut sich alles dahinter. Ohne Kapazitätsübersicht erkennen Planer Engpässe erst, wenn es zu spät ist, und reagieren mit hektischer Umplanung statt mit vorausschauender Steuerung.

4

Fehlende Materialverfügbarkeit

Ein Auftrag ist eingeplant, die Maschine steht bereit — aber das Rohmaterial ist noch nicht geliefert. Solche Unterbrechungen reizen den gesamten Produktionsfluss durch: Die Maschine steht, der Folgeauftrag verzögert sich, und alle nachfolgenden Arbeitsgänge verschieben sich wie eine Kettenreaktion. Wer den Materialstatus nicht im Planungstool sieht, plant an der Realität vorbei.

5

Manuelle Umplanung bei Störungen

Maschinenausfall, Werkzeugbruch, Ausschuss, ein kranker Mitarbeiter — Störungen gehören zum Fertigungsalltag. Das Problem ist nicht die Störung selbst, sondern die Reaktionszeit. Wer in Excel plant, braucht oft Stunden, um die Auswirkungen auf alle betroffenen Aufträge zu bewerten und umzuplanen. In dieser Zeit stehen Maschinen still oder laufen mit falscher Priorität.

Wie visuelle Planung Durchlaufzeiten sichtbar macht

Die meisten Fertigungsplaner kennen ihre Durchlaufzeit nicht — jedenfalls nicht die tatsächliche. Sie wissen, dass ein bestimmter Auftragstyp „ungefähr zwei Wochen“ dauert, aber nicht, warum er so lange dauert. Liegt es an der Bearbeitungszeit? An Wartezeiten? An der Engpassmaschine? Ohne eine visuelle Darstellung des gesamten Auftragsverlaufs bleibt diese Frage unbeantwortet.

Auf einer Gantt-Plantafel wird jeder Arbeitsgang als Balken dargestellt — positioniert auf der Zeitachse und der zugeordneten Maschine. Sofort werden Muster sichtbar, die in Tabellen und Listen verborgen bleiben:

Lücken zwischen Arbeitsgängen eines Auftrags zeigen Wartezeiten. Je breiter die Lücke, desto größer der Zeitverlust. Auf der Plantafel erkennen Sie auf einen Blick, wo ein Werkstück tagelang herumliegt, statt bearbeitet zu werden.

Überlappungen und dicht gepackte Maschinenzeilen zeigen Engpässe. Wenn eine Maschinenzeile lückenlos voll ist und Aufträge dahinter anstehen, ist das ein klares Signal für einen Kapazitätsengpass.

Kettenlinien zwischen den Arbeitsgängen eines Auftrags zeigen den Gesamtfluss. Sie sehen, ob ein Werkstück zügig durch die Fertigung läuft oder ob es an einer bestimmten Station hängenbleibt.

Terminfahnen markieren Liefertermine direkt auf der Plantafel. Wenn der letzte Arbeitsgang eines Auftrags nach dem Liefertermin endet, sehen Sie das sofort — nicht erst, wenn der Kunde anruft.

Der Grundsatz: Was Sie nicht sehen, können Sie nicht optimieren. Eine tabellarische Auftragsliste zeigt Ihnen Status und Termin, aber nicht den Fluss durch die Fertigung. Die Gantt-Plantafel hingegen macht Zeit, Reihenfolge und Abhängigkeiten gleichzeitig sichtbar — und ermöglicht dadurch gezielte Eingriffe statt blindem Reagieren.

5 Sofortmaßnahmen für kürzere Durchlaufzeiten

Sie müssen keine neue Maschine kaufen und kein neues ERP einführen, um die Durchlaufzeit spürbar zu verkürzen. Die folgenden fünf Maßnahmen setzen an den häufigsten Zeitfressern an und lassen sich mit überschaubarem Aufwand umsetzen.

1

Arbeitsgänge lückenlos verketten

Planen Sie den Folge-Arbeitsgang so, dass er unmittelbar nach dem vorherigen beginnt. Wenn das Fräsen um 14:00 Uhr endet, sollte das Drehen nicht erst am nächsten Morgen starten. Das klingt selbstverständlich, ist aber in der Praxis nur möglich, wenn Sie die Auftragskette auf einer Plantafel sehen und die Zeiten aufeinander abstimmen können. Allein durch lückenlose Verkettung lassen sich Durchlaufzeiten um 30–50 % reduzieren.

2

Rüstreihenfolge optimieren

Sortieren Sie Aufträge auf einer Maschine so, dass ähnliche Werkstücke hintereinander bearbeitet werden. Wenn zwei Aufträge dasselbe Spannmittel und ähnliche Werkzeuge benötigen, sparen Sie beim Wechsel erheblich Rüstzeit. Auf der Plantafel sehen Sie die Reihenfolge und können per Drag & Drop ähnliche Aufträge zusammenrücken.

3

Engpassmaschinen priorisieren

Identifizieren Sie Ihre Engpassmaschine und planen Sie deren Belegung zuerst. Alle anderen Arbeitsgänge ordnen sich um diesen Fixpunkt herum an. Eine Engpassmaschine darf nie leer stehen — Rüstzeiten sollten hier besonders minimiert und Pufferzeiten konsequent hinterfragt werden. Die Plantafel zeigt Ihnen sofort, ob Ihre Engpassmaschine durchgängig ausgelastet ist oder ob Lücken entstehen.

4

Echtzeit-Rückmeldung einführen

Ohne Rückmeldung von der Maschine planen Sie auf Basis von Annahmen. Erst wenn der Werker den Abschluss eines Arbeitsgangs meldet, wissen Sie wirklich, wo Ihr Auftrag steht. Digitale Rückmeldung über ein Terminal an der Maschine liefert diese Information in Echtzeit an die Plantafel — und ermöglicht sofortige Reaktion bei Verzögerungen.

5

Pufferzeiten hinterfragen

Viele Betriebe planen pauschal einen halben oder ganzen Tag Puffer zwischen Arbeitsgängen ein — „zur Sicherheit“. In Summe addieren sich diese Puffer zu mehreren Tagen zusätzlicher Durchlaufzeit. Hinterfragen Sie jeden Puffer: Basiert er auf einer realen Anforderung (z.B. Abkühlung, Härtung, externe Bearbeitung) oder ist er nur eine Gewohnheit? Jeder eliminierte Puffertag ist ein gewonnener Produktionstag.

Auftragsverkettung: Arbeitsgänge übergreifend koordinieren

Der größte Hebel zur Verkürzung der Durchlaufzeit liegt in der maschinenübergreifenden Koordination der Arbeitsgänge. Ein typischer Auftrag in der CNC-Fertigung durchläuft vier bis sechs Arbeitsstationen: Sägen, Fräsen, Drehen, Schleifen, Oberfläche, Endkontrolle. Jeder Übergang zwischen zwei Stationen ist eine potenzielle Unterbrechung — ein Punkt, an dem das Werkstück liegen bleibt und Durchlaufzeit verloren geht.

Die Lösung ist eine durchgängige Auftragsverkettung: Alle Arbeitsgänge eines Auftrags werden als zusammenhängende Kette geplant, sodass der Abschluss eines Arbeitsgangs unmittelbar den Start des nächsten auslöst. Auf der Gantt-Plantafel wird diese Kette als verbundene Balkenlinie sichtbar — Sie sehen sofort, ob der Fluss reibungslos läuft oder ob irgendwo eine Lücke entsteht.

GanttWork setzt dieses Prinzip durch automatische Kaskadierung um: Wenn Sie einen Arbeitsgang auf der Plantafel verschieben, folgen alle nachgelagerten Arbeitsgänge desselben Auftrags automatisch mit. Verschieben Sie den Fräs-Arbeitsgang um zwei Stunden nach hinten, verschiebt sich der Dreh-Arbeitsgang ebenfalls — lückenlos. Dadurch bleiben Auftragsketten jederzeit konsistent, ohne dass Sie jeden einzelnen Arbeitsgang manuell nachziehen müssen.

Praxisbeispiel: Ein Auftrag mit 5 Arbeitsgängen hat ohne Verkettung eine Durchlaufzeit von 12 Tagen — davon 4 Tage reine Bearbeitungszeit und 8 Tage Wartezeit zwischen den Stationen. Durch lückenlose Verkettung auf der Plantafel sinkt die Durchlaufzeit auf 5 Tage. Der Auftrag wird nicht schneller bearbeitet, aber er wartet nicht mehr. Das ist der Unterschied zwischen Planen und Improvisieren.

Echtzeit-Rückmeldung: Abweichungen sofort erkennen

Ein Plan ist nur so gut wie die Information, auf der er basiert. Wenn der Planer morgens seine Plantafel öffnet und nicht weiß, welche Aufträge in der Nachtschicht tatsächlich fertig geworden sind, plant er auf Basis veralteter Daten. Verzögerungen, die um 22:00 Uhr entstanden sind, werden erst um 7:00 Uhr sichtbar — und bis dahin hat sich der Stau weiter aufgebaut.

Digitale Rückmeldung über Werker-Terminals an der Maschine schließt diese Informationslücke. Der Maschinenbediener meldet Start und Ende jedes Arbeitsgangs per Touchscreen. Die Plantafel aktualisiert sich in Echtzeit: Laufende Arbeitsgänge werden farblich hervorgehoben, abgeschlossene als erledigt markiert, und Verzögerungen werden sofort als Abweichung vom Soll-Zeitpunkt sichtbar.

Für die Liefertreue ist dieser Echtzeit-Überblick entscheidend: Sie sehen nicht erst am Liefertag, dass ein Auftrag zu spät dran ist, sondern erkennen die Verzögerung bereits am ersten betroffenen Arbeitsgang. Dadurch gewinnen Sie wertvolle Reaktionszeit: Sie können Aufträge umpriorisieren, Kapazitäten umschichten oder den Kunden frühzeitig informieren — bevor aus einer Verzögerung eine Terminverletzung wird.

Soll/Ist-Vergleich

GanttWork vergleicht die geplante Bearbeitungszeit mit der tatsächlichen Zeit, die der Werker rückmeldet. So erkennen Sie systematisch, welche Aufträge länger dauern als kalkuliert — und können Ihre Zeitvorgaben schrittweise an die Realität anpassen.

Nachkalkulation

Mit echten Bearbeitungszeiten pro Arbeitsgang können Sie Folgeaufträge präziser kalkulieren. Statt pauschal „2 Stunden Fräsen“ einzuplanen, wissen Sie, dass dieses Werkstück im Durchschnitt 2 Stunden 35 Minuten benötigt. Bessere Kalkulation bedeutet realistischere Termine und höhere Margen.

Wie GanttWork konkret hilft

Durchlaufzeit und Liefertreue verbessern sich nicht durch ein einzelnes Feature, sondern durch das Zusammenspiel von Transparenz, Automatisierung und Datenqualität. GanttWork bringt alle drei Komponenten in einem Werkzeug zusammen:

Funktion Wirkung auf Durchlaufzeit & Liefertreue
Gantt-Plantafel Vollständige Transparenz über alle Maschinen, Aufträge und Zeiträume. Lücken, Engpässe und Terminüberschreitungen werden sofort sichtbar. Planer können gezielt eingreifen, statt im Blindflug zu steuern.
Automatische Kaskadierung Arbeitsgänge bleiben lückenlos verkettet. Beim Verschieben eines Arbeitsgangs folgen alle Nachfolger automatisch. Keine manuellen Nachkorrekturen, keine vergessenen Abhängigkeiten, keine unnötigen Wartezeiten.
Werker-Terminal (BDE) Echtzeit-Rückmeldung von der Maschine. Der Planer weiß jederzeit, welcher Auftrag gerade läuft, welcher fertig ist und wo Verzögerungen entstehen. Frühwarnung statt Nachkontrolle.
Soll/Ist-Vergleich Geplante vs. tatsächliche Bearbeitungszeit pro Arbeitsgang. Systematische Grundlage für bessere Zeitvorgaben, genauere Kalkulation und fundierte Nachkalkulation.
Terminfahnen Jeder Liefertermin wird direkt auf der Plantafel angezeigt. Überfällige Aufträge sind rot markiert. So erkennen Sie gefährdete Termine Tage im Voraus und können proaktiv gegensteuern.
Drag & Drop-Planung Schnelle Umplanung bei Störungen. Aufträge lassen sich in Sekunden auf andere Maschinen oder Zeitfenster verschieben. Die Kaskadierung berechnet alle Auswirkungen automatisch — statt Stunden dauert die Umplanung Minuten.

Das Ergebnis: Kürzere Durchlaufzeiten, weil Wartezeiten eliminiert und Engpässe aufgelöst werden. Höhere Liefertreue, weil Terminrisiken frühzeitig erkannt und behoben werden, bevor sie zum Problem werden. Und bessere Datenqualität, weil jeder Arbeitsgang dokumentiert und auswertbar ist — als Grundlage für kontinuierliche Verbesserung.

Durchlaufzeit und Liefertreue messbar verbessern

Sehen Sie in einer persönlichen Demo, wie GanttWork Wartezeiten sichtbar macht, Auftragsketten automatisch koordiniert und Ihnen den Echtzeit-Überblick gibt, den Sie für pünktliche Lieferung brauchen.

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